Paris. Die Stadt der Liebe

Paris. Die Stadt der Liebe.

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Paris. Die Stadt der Liebe.

Es ist gerade mal zwei Monate her. Meine Frau hat mir (uns) zum sechzigsten Geburtstag vier Tage Paris. Die Stadt der Liebe« geschenkt. Wir sind in der letzten Januarwoche dagewesen. Es war gerade noch die letzte Woche des Winterschlussverkaufs, »Soldes« genannt. Die Stadt war lebendig und aufregend, das pulsierende Leben trotz Temperaturen so um die zehn bis fünfzehn Grad. Noch hat keiner im Herzen von Frankreich eine Vorahnung von »Corona«.

Wir freuen uns auf Paris. Zuletzt waren wir vor 10 Jahren dort, noch unverheiratet und frisch verliebt. Erlebnisse und Reisen sind für uns die Essenz des Lebens. Wunderbare Tage liegen vor uns.


Manche Bilder mögen dir vielleicht etwa »grau« erscheinen. Du hast recht. Das Wetter war regnerisch durchwachsen. Die Foto-Software hat nicht alles wegbekommen. Mein Ziel war es auch, authentisch zu bleiben.

Die Welt gehört dem, der sie genießt.

– Giacomo Leopardi

Hannover. Start Donnerstag, 30. Januar 

Um fünf Uhr geht es los ab unserer Wohnung in Hannover. Wir starten mit der ÜSTRA (Stadtbahn) zum Hauptbahnhof, gerade mal fünf Stationen bis Hauptbahnhof. Von da aus geht es sofort weiter zum »HAJ«, Flughafen Hannover-Langenhagen.

HOP! AirFrance
HOP!

Mit »HOP!« nach Paris

Um 07:15 Uhr heben wir mit der Billig-Airline von AIRFRANCE, Flug: HOP! A51439 pünktlich ab. Der Flug ist unspektakulär und verläuft angenehm ruhig. Vom Gefühl her war es nur ein Starten und Landen. Um 08:55 Uhr landen wir pünktlich auf dem »CDG«, Flughafen Paris Charles de Gaulle. Per Bustransfer innerhalb des Flughafens geht es weiter zur Abfahrtstation des »R.E.R.« (S-Bahn) und mit diesem zur Station »Les Halles«. Hier steigen wir um in die Metro, Richtung »Gare St.-Lazare«, fußläufig fünf Minuten zu unserem Hotel.

Paris Hotel LAZ Lobby
Lobby Hotel LAZ´Paris

Ankunft LAZ´ HÔTEL SPA URBAIN, Rue de Milan 17

Um 11:00 Uhr sind wir im Hotel. Mein IPHONE hat uns einmal um den Block geschickt. Aus fünf Minuten Fußweg wurde eine halbe Stunde, im Regen. Das LAZ Hotel nimmt uns freundlich auf. Wir verständigen uns auf Englisch, können unsere Koffer loswerden und lassen uns ein Café in der Nähe empfehlen für ein spätes Frühstück.

Eine Stunde später können wir schon unser Zimmer beziehen. Das Hotel erweist sich als Glücksgriff. Vor zwei Jahren renoviert, ist alles perfekt sauber, stylisch, modern, freundlich, preiswert in bester zentraler Lage zur Seine, zu den Kaufhäusern »PRINTEMPS HAUSSMANN«, »GALERIES LAFAYETTE« und anderen Kaufhäusern an den »GRANDS BOULEVARDS«. 

Nach kurzem Aufenthalt ziehen wir los ins »PRINTEMPS« und schauen uns die Augen satt an »Couturier-Designer-Mode«. Kaufen können wir nichts. Unser Etat läßt es nicht zu. Wir ziehen ein Haus weiter und werden bei »ZARA« fündig. Gleich vier schwarz-, blau-, weiß- und camel-farbige Pullover mit Schildkrötkragen für mich gehen mit. Susanne findet einen schwarz-weißen Pullover in Hahnentritt-Muster für sich.

Bier La Parisienne
Bier La Parisienne

Den Abend verbringen wir in der LAZ´-Lobby. Ich probiere »LA PARISIENNE« aus der Flasche, ein fruchtiges in Paris gebrautes Bier. Lecker. Nach dem »Absacker« geniessen wir unser geräumiges und ruhiges Hotelzimmer. Wir sind glücklich und zufrieden und schlafen schnell ein. Der Autoverkehr ist nicht zu hören.

Insgesamt haben wir heute zehn Kilometer zu Fuß zurückgelegt.

2. Tag. Freitag, 31. Januar. 

Wir haben gut geschlafen und von Paris geträumt. Um 9:00 Uhr stehen wir auf und gehen zum Frühstück. Ich ziehe meinen neuen blauen Pullover an. 

Am Frühstücksbüfett ist es noch leer.

Hotel LAZ Paris Frühstücksbufett
Hotel LAZ Paris Frühstücksbufett

Die Auswahl ist riesengroß, von frisch gepresstem Orangensaft über Marmeladen, Käse, Brotvariationen, Aufschnitt, Rührei … 

Ich wähle Rührei, Croissant und leckere Butter und Brot aus der Region dazu. Gefrühstückt wird in der Hotellobby. Wir sind begeistert und fühlen uns von Anfang an wie zuhause. In den Hotelfluren bestaunen wir die Teppichmuster.

Nach dem Frühstück geht es wieder zu Fuß los. Wir wählen Regenkleidung aus und kleiden uns im »Zwiebel-Look«, viele Kleidungsstücke übereinander.

Eiffelturm
Eiffelturm

Unser Tagesziel heute ist der Eiffelturm.

Mit seiner Höhe von 300 mtr. überragt er die Stadt.

Als Zwischenetappenziel haben wir uns für den Vormittag das Arrondissement Saint Germain ausgeschaut. Wir ziehen los Richtung »Gare St.-Lazare«, weiter an der »Madeleine« vorbei, halten wir uns links und landen auf dem pompösen »Place Vendôme« mit »CHANEL« und anderen Luxusboutiquen.

Paris Chanel
Paris Chanel

Durch den »Jardin des Tuileries« geht es über die Seine nach »Saint Germain«. 

Paris Cafe Mucha
Paris Cafe Mucha

Café Mucha

Im »Café MUCHA« auf dem Boulevard Saint Germain gönnen wir uns ein Glas Champagner und einen «Rouge«. Es ist ein typisches Pariser Straßeneck-Café, wie z.B. auch das legendäre »Cafe de Flore«, in dem Karl Lagerfeld Stammgast war.

Dort biegen wir später Richtung Seine ab, um mit einem »Batobus-Boot« eine Seine-Rundfahrt Richtung Eiffelturm und zurück zu machen.

Paris Seineufer
Paris Seineufer

Der Eiffelturm selbst und das ganze Umfeld haben uns nicht so begeistert. Überall sind dunkelhäutige Straßenverkäufer und belästigen einen, um Miniatureifeltürmchen »Made in China« zu verkaufen. Die Polizei patrolliert zu Fuß, per Pferd und Mountainbikes und sucht auch die umliegenden Sträucher ab, vermutlich nach »Dingen, die die Welt nicht braucht«.

Wir gehen etwas abseits, setzen uns kurz auf einen Espresso in ein nahegelegenes Cafe und fahren mit dem nächsten »Batobus« Richtung »Notre-Dame«. Wir umrunden die »Ile de la Cité« und steigen an der Brücke »Pont de la Concorde« aus.

Von hier geht es wieder zu Fuß geradeaus zum Hotel LAZ. Heute kommen ca. zwölf Kilometer Fußmarsch zusammen.

Lafayette Eingangshalle
Lafayette Eingangshalle

3. Tag. Samstag, 1. Februar

Die täglichen Erlebnisse in Paris, die weder geplant sind noch aus der Gewohnheit entstehen, sind neue Eindrücke und Erfahrungen, die jeden Tag für uns interessant machen. 

In Paris ist irgendwie alles anders. Wir saugen die Mentalität der Franzosen auf. Es ist hektisch auf den Straßen. Ja! In den Cafés herrscht dafür eine Atmosphäre von laissez faires.

Heute zieht es uns ins »Lafayette«

Heute zieht es uns ins »Lafayette« eines der mondänen Kaufhäuser. Inzwischen finden wir den Weg zu den »GRANDS BOULEVARDS«, ohne auf den Stadtplan zu schauen. 

Schon das Erdgeschoß mit der Parfümabteilung betäubt unsere Sinne. Wunderbare Düfte hängen in der Luft. Überall kann man sich neue und bekannte Parfums aufsprühen und sich über beste Kosmetik informieren lassen. Der Raum öffnet sich bis unter das gläserne Kuppeldach. Wir haben das Gefühl, in einem Palast zu stehen und werden überwältigt von den sinnlichen Eindrücken. Schau einfach selbst auf die Bilder.

Wir kaufen Gewürze, verschiedene Salze und Curcuma. Wir streifen durch viele Etagen und wundern uns, was es so alles gibt, wenn man Geld genug in der Tasche hat.

Im Tiefgeschoß bestaunen wir das exotische Obst-Arrangement. Im Erdgeschoß kaufen wir uns belegte «Baguettes-to-go« und gönnen uns in der 1. Etage ein Glas »Vin blanc« in der Champagnerbar »Le Bar Kaspia«.

Neben uns gönnen sich drei Russinnen Austern, Champagner und Kaviar. Die fünfzig Euro-Noten wandern im Paket über den Tresen. Geld spielt wohl keine Rolle. Sie haben Spaß am Leben. Heute.

Oft sind es die Begegnungen mit Menschen, die uns berauschen, emotional ergreifen und persönlich weiterbringen.

Susanne und ich genießen den Vormittag in einem Gefühl von Luxus.

Mittags geht es zum Ausruhen kurz in den SPA-Bereich unseres Hotels und wir holen kurz auf unserem Zimmer Luft.

Moulin Rouge
Moulin Rouge

Place De Clichy, Moulin Rouge und Pigalle

Am späten Nachmittag gehen wir zum »Place De Clichy«, weiter dann Richtung «Moulin Rouge« und »Pigalle«. Hier stehen die Menschen zu Hunderten mit Ihren Fotoapparaten davor und versuchen, das »Beste Selfie-Bild« für ihre Instagram-Accounts zu schießen, so macht es mir zumindest den Eindruck. Es herrscht eine leider »billige Atmosphäre«

Wir haben Hunger, biegen rechts ab und landen per Zufall in der Brasserie «A la Place St.-Georges«, am gleichnamigen Platz. Es regnet leicht. Gegen 18 Uhr ist es bei unserer Ankunft noch leer. Wir bekommen innen einen Platz. Dreißig Minuten später sind alle Plätze belegt. 

Brasserie «A la Place St.-Georges«

Paris A la Place St. Georges
Brasserie A la Place St. Georges

Um die Ecke herum sind einige kleine Theater. Witzige Ecke, finden wir. Im Café war wohl früher mal das »Théatre St.-Georges«, wie ein Plakat noch davon zeugt.

Wir essen das Menü der Karte. Ehrlich, es war ok – aber ich habe vergessen, was es war. Pommes waren auf jeden Fall auch dabei und der »Rouge« war spitze.

Heute, am Samstag, kommen wir auf nur neun Kilometer.

Paris Abreisetag. Sonntag, 2. Februar

Es geht zurück. Check-in ist aber erst um 17:55 Uhr. Empfohlen wird, zwei Stunden vor Abflug da zu sein plus ca. 30 Minuten Bustransfer auf dem »CDG« selbst.

Wir halten uns an die vorgegebenen Spielregeln, was sich später als absolut richtig erweist und wir allen nur empfehlen können. Der Weg zurück ist doch abenteuerlich, wenn man wie wir irrtümlich die falschen Karten kaufen, und diese mit viel Charme meiner Frau aus Kulanz am Schalter zurückgetauscht bekommt (fünfzig Euro gerettet). Danke!

Paris ist eine abwechslungsreiche Stadt. Es ist wunderbar hier Stunden, Tage oder vielleicht auch einen großen Teil seines Lebens zu leben und Erlebnisse mit offenem Ausgang zu riskieren.

Uns zieht es heute nochmals los Richtung »Avenue des Champs-Elysées«. Dieser ist an diesem Sonntag für Autos gesperrt und wird von den Parisern und ihren Familien zum Spaziergang genutzt. Wir kommen vorbei am »Palais de l´Elysée«. Alles ist hier schwer bewacht und weiträumig abgesperrt. 

Wir kommen natürlich auch wieder an einer der vielen Chanel-Boutiquen vorbei und entdecken in einer Kunstgalerie ein Stück Hannover mitten in Paris.

 

Arc de Triomphe
Arc de Triomphe

»Arc de Triomphe«

Zweihundert Meter vor dem »Arc de Triomphe« machen wir kehrt. Die Füße tun weh und wir müssen noch zurück. Halb Paris scheint am Sonntag hier mit Familie unterwegs zu sein. Wir bewundern auf dem Rückweg noch das »Petit Palais« und das »Grand Palais«. Für uns sind beide gigantisch groß.

Bevor es ins Hotel ein letztes Mal zurückgeht, um die Koffer zu holen, gönnen wir uns noch ein »Leffe-Bier« und einen Champagner-Erdbeer-Cocktail, stilgerecht serviert im »Cafe Madeleine« mit Blick auf die selbige.

»Madeleine«

Madeleine
Madeleine

Wir müssen nun Abschied nehmen. Paris. Die Stadt der Liebe hat uns wieder einmal überzeugt zurück zu kommen, vielleicht zu einer etwas wärmeren Jahreszeit.

Erlebnisse und Reisen machen für uns das Leben erst lebenswert. 

Ein letzter Blick in die Hotel-Lobby. Wir verlassen Paris im Regen mit einem weinenden und einem lachenden Auge.

Paris – Au Revoir!

Gegen 13 Uhr machen wir uns auf den Weg und kommen just in time auf dem CDG zum Check-in gegen 15 Uhr an. Pünktlich um 17:55 Uhr geht es zurück mit »HOP!«

In Hannover sind wir um 19:25 Uhr wieder auf dem »HAJ« sicher gelandet. Gegen 20:15 Uhr liegen wir schon im Bett.

Auch am letzten Tag haben wir noch elf Kilometer zu Fuß in Paris zurückgelegt und haben uns vollgesogen mit Gefühlen voller Freude und Fülle.


Es muss nicht immer in ferne Länder gehen...

Erlebnisse können wir auch in Hannover haben, wenn wir nur mal kurz vor die Tür gehen und uns durch die Eilenriede oder um den Maschsee treiben lassen.

Paris war eine geplante Reise zu meinem sechzigsten Geburtstag. Aber auch daheim machen wir wöchentlich unsere Ausflüge in die Region und erleben spontan mitunter traumhafte Erlebnisse für unseren Geist und unsere Seele. 

Mein Reisebericht über Paris hat dich vielleicht auch inspiriert loszufahren.

Reisen macht Freude.

Erzähl mir von deinen Erlebnissen und Reisen, wenn du zurück bist. Gerne, wenn du magst.

Lies einfach weiter von Hamburg, Paris, Prag oder Alfeld. Erzähl mir von Deinen Erlebnissen und Reisen, wenn du magst.

Ralphschreibt
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