Gedanken über das Leben und die Zeit

Gedanken: Über das Leben und die Zeit

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Alles hat seine Zeit. Wenn wir dies anerkennen, dann haben wir viel innere Ruhe und Zufriedenheit gewonnen. Wir können nicht alles jetzt haben – und müssen auch nicht nur auf das Morgen hoffen für gute Zeiten. Wir können einfach mal innehalten, verschnaufen und uns Gedanken über das Leben und die Zeit machen.

Gedanken. Über das Leben und die Zeit

Alles hat seine Zeit:
Winter und Sommer, Herbst und Frühling,
Jugend und Alter, Wirken und Ruhe

– Johann Gottfried von Herder

Oft sitzen wir zwischen verschiedenen Stühlen und stellen uns Sinnfragen des Lebens. Negative Gefühle werden wahrgenommen, oft gerne unterdrückt. Die Phasen des Glücks sind zu kurz – oder lange schon nicht mehr da gewesen. Warum dauert das denn alles so lange – so kurz? 

Die Perspektive scheint sich ständig zu drehen: Leben ist ganz schön kompliziert, könnte man denken. Dabei ist es doch so spannend, das Leben und seine vielen Facetten kennen lernen zu dürfen – denn, was wäre die Alternative?

Gedanken über das Leben und die Zeit bringen keine geldwerten Vorteile, aber möglicherweise mehr Sinnhaftigkeit und Zufriedenheit für uns selbst.

Alles hat seine Zeit: Die Kindheit ist wunderbar, um die Wunder der Welt und das Leben überhaupt erst einmal zu bestaunen und mit Händen, Mund, Nase und allen Sinnen zu erschmecken. Die Jugendzeit – Pubertät – ist oft ein wilder, ungestümer Übergang ins, ach so komplizierte, Erwachsensein. Später werden wir uns vielleicht dabei ertappen zu denken: Ach wäre ich doch noch einmal Kind.

Als Erwachsene lernen wir viel zu sehr, unsere Emotionen zu lenken.

Alles hat seine Zeit: Wir wollen vielleicht cool sein, und doch gelingt es nicht so wirklich. Erwachsene Menschen haben auch kindliche Gefühle und wollen einfach nur glücklich sein, unbeschwert den Tag geniessen, und in Freiheit, Fülle und Wohlstand ihr Leben geniessen. Wäre da nicht der ständige Kampf, die Arbeit, das Geld verdienen zu müssen. Bin ich denn jetzt endlich glücklich? Warum bin ich glücklich? Was müsste geschehen, dass ich glücklich bin? Sind all diese Fragen wirklich zielführend?

Alles hat seine Zeit. Es gibt die sogenannte Sturm-und-Drang-Zeit nahezu bei jedem Menschen. Danach kommt oft die Zeit, in der man bei sich angekommen ist, Familie gründet und/oder Karriere macht. 

Und dann … oft erst dann, tauchen erste nachdenkliche Gedanken über das Leben und die Zeit auf. Der ein oder andere von uns denkt über den Sinn des Lebens nach oder stellt für sich fest, dass er ständig auf der Suche nach »höher, weiter und mehr« ist.

Wir ziehen quasi zwischenzeitlich Glücksbilanz und fangen an zu vergleichen, beim nächsten Klassentreffen oder Gesprächen mit früheren Schulkameraden: Was hat er, was habe ich erreicht? Aber geht es um vergleichen? Oder hat doch nicht jeder sein eigenes Leben zu gestalten und für sich und seine Lebensauffassung, glücklich und zufrieden zu sein und zu werden?

Alles hat seine Zeit. Wenn ich mir auch die Zeit nehme, darüber nachzudenken: über mich, das Leben, die Welt. »Was macht mich zufrieden?« ist vielleicht die intuitiv bessere Frage als der Vergleich mit anderen.

Zufriedenheit hat letztlich mit meinen Gefühlen zu tun und dem Mut, mein Leben so zu gestalten, wie ich es will!

Wir alle sind im Laufe unseres Lebens immer wieder verschiedenen Lebenslagen ausgesetzt, manchmal von jetzt … auf gleich. Gefühle sind dann die Reaktionen auf bestimmte Lebensumstände. Manch einer macht diese Gemütszustände mit sich aus, eher introvertiert, andere schreien Ihre Wut hinaus und sind vom Leben enttäuscht.

Gerade Enttäuschungen werden gerne mit anderen Menschen kommuniziert und geteilt, viel eher als die vielen Glücksmomente, die jeder Mensch in seinem Leben hat. Ja, oft sind es die schwierigen Lebensphasen, die uns fitter machen – fürs Leben.

Gibt es falsche Zeiten, um glücklich zu sein? – Gibt es richtige Zeiten, um unglücklich zu sein?

Gedanken über das Leben und die Zeit. Jetzt oder später. Alles hat seine Zeit. 

Oder was denkt Ihr darüber? Schreibt mir. Jeder hat das Recht auf seine Perspektive.

Ralphschreibt
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